In diesem Beitrag möchte ich euch meine Bilder, Videos und Eindrücke aus dem Juni-Hochwasser 2013 in Meißen zeigen. Nach der schlimmen Flut im Jahr 2002, die Meißen ebenfalls stark getroffen hatte, war es das zweitschwerste Hochwasser seit mehr als 100 Jahren. Der letzte höhere Pegel als 2013 und sogar auch 2002 stammt aus 1845. 1799 fand übrigens, mit einem Pegel der etwa 0,7 Meter über dem von 2002 lag, das höchste überlieferte Hochwasser der Stadt Meißen statt. 2002 lag der Pegel der Elbe in Dresden bei 9,40 Meter, in Meißen ist er üblicherweise immer etwas höher. Die 10-Meter-Marke wurde damals, genau wie 2013 übertroffen. 2013 blieb der Pegel in Dresden allerdings mit 8,76 Meter 64 cm unter dem Niveau von 2002. Zum Vergleich: der mittlere Wasserstand in Dresden liegt bei 184 cm.

2013 hatte es mit einer außergewöhnlichen Wetterlage begonnen, die extreme Starkregenniederschläge in Sachsen und auch anderen Regionen mit sich brachte. Ähnlich wie 2002. In Meißen stieg zuerst der Wasserstand der Triebisch stark an, einem eigentlich beschaulichen Fluss, der normal gerade mal 50 bis 60 cm Wasser führt. 2002 hatte sie bereits die Meißner Altstadt überflutet (einige Tage später folgte erst die Elbe), 2013 war es nur das Buschbad, das mit 0,9 Metern überflutet wurde. Die Elbe drückte das Wasser ab dem 4. Juni in die Stadt. In Folge lief die Altstadt, außer die höheren Lagen wie der Marktplatz, mit Wasser voll, das erst wieder am 9. Juni abzog.

Ich habe das Ganze direkt von zu Hause miterlebt. Wir hatten uns ganz bewusst dafür entschieden daheim zu bleiben, da wir gut genug versorgt waren. Eine Erfahrung für’s Leben ist das aber schon, so ganz ohne Strom, warmen Wasser, Internet. Daher konnte ich auch jeden Tag Bilder aus den Fenstern machen. Am 4. Juni konnte ich, bevor das Wasser unsere Wohnung in der Neugasse erreichte, auch noch ein paar Bilder in der Altstadt machen. Am Ende dieses Beitrages habe ich neben meinen zwei Videos mal noch ein paar andere Videos aus YouTube verlinkt, die das ganze Geschehen in Meißen ebenfalls gut zeigen.

2. Juni – Die Triebisch hat sich zu einem reißenden Fluß verwandelt:

3. Juni – Vorbereitungen auf das kommende Elbe-Hochwasser:

4. Juni – Das Wasser erreicht die Altstadt von Meißen:

5. Juni – Die Elbe steigt weiterhin:

ca. 10:40 Uhr:

ca. 13:30 Uhr:

ca. 16:50 Uhr:

ca. 20:30 Uhr:

6. Juni – Der Scheitelpunkt wird erreicht:

ca. 11:25 Uhr:

ca. 17:30 Uhr:

8. Juni – Die Pegelstände sinken langsam:

9. Juni – Das Wasser zieht ab:

In den folgenden Tagen verschwindet das Wasser vollständig, ich habe allerdings keine Aufnahmen mehr aus dieser Zeit, da ich in den nächsten Tagen erstmal bei meinen Großeltern untergebracht war, da wir zu Hause keinen Strom hatten und ich auch mal wieder nach einer Woche Fehlzeit die Schule besuchen musste.

15. Juni – Neugasse eine Woche nach dem Hochwasser:

 

 

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